Großübung Zugunfall – Gemeinschaftsübung am 24.01.

Am Samstag, dem 24. Jänner 2026, nutzten die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Arzl und Neu-Arzl, das Rote Kreuz Innsbruck sowie die Johanniter Tirol die aktuelle Streckensperre zwischen Innsbruck und Hall für eine umfangreiche Einsatzübung von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Organisationen.

Ziel der Übung war es, ein komplexes Schadensszenario im Gleisbereich realitätsnah zu trainieren und die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte weiter zu stärken.

Als Übungsannahme diente ein Brand im Bereich der Lokomotive eines Arbeitszuges. Durch das Feuer wurde der unmittelbar angrenzende Personenwaggon stark verraucht. In diesem Bereich mussten insgesamt sechs leicht- bis mittelschwer verletzte sowie zwei schwer verletzte Personen unter Atemschutz gerettet und in der Folge durch den Rettungsdienst versorgt werden.

Infolge einer eingeleiteten Notbremsung verrutschte zudem die Ladung – mehrere Betonblöcke – auf einem Niederflurwagen. Durch die Betonblöcke wurde ein Verschub-Mitarbeiter eingeklemmt und erlitt durch ein Stahlstück eine Pfählungsverletzung. Nachdem die Betonblöcke mittels Hebekissen angehoben wurden, konnte das Stahlstück abgetrennt und der Verletzte an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.

Ein weiterer Verschub-Mitarbeiter stürzte durch die Notbremsung von der Verschub-Plattform und kam schwer verletzt im Gleisbett unter dem Waggon zu liegen. Nach der medizinischen Abklärung und der Schaffung eines Zugangs wurde auch dieser gemeinsam durch die Einsatzkräfte befreit und abtransportiert.

An der Übung beteiligt waren die Berufsfeuerwehr Innsbruck, die Freiwillige Feuerwehr Arzl, die Freiwillige Feuerwehr Neu-Arzl mit insgesamt 50 Einsatzkräften, das Rote Kreuz Innsbruck mit zwei Notärzten, der Einsatzleiterin Isabella Eberl sowie über 15 Sanitäterinnen und Sanitätern, die Johanniter Tirol, sowie der diensthabende Einsatzleiter der ÖBB.

Solche realitätsnahen Übungen sind von großer Bedeutung, um im Ernstfall rasch, koordiniert und schlagkräftig Hilfe leisten zu können. Sie ermöglichen es den Einsatzkräften, Abläufe zu trainieren, Schnittstellen zu optimieren und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Partnern laufend zu verbessern. Gerade bei komplexen Schadenslagen im Gleisbereich ist ein reibungsloses Zusammenspiel aller Beteiligten entscheidend.

Ein besonderer Dank gilt den Übungsvorbereitern für die Planung und Organisation, insbesondere Florian Weißenbichler von der Feuerwehr Neu-Arzl für die Initiative zur Übung, Sicherheitsmanager Peter Praxmarer von der ÖBB und Martin Mair von DreamFire für die pyrotechnischen Effekte, damit die Übung möglichst realitätsnah wirkte. Ebenso gilt der Dank allen Übungsteilnehmerinnen und Übungsteilnehmern für ihr Engagement, ihre Professionalität und die investierte Zeit und allen Figuranten, welche mit ihrem schauspielerischen Talent die Einsatzkräfte forderten. Mit ihrem Einsatz tragen alle Beteiligte maßgeblich dazu bei, die Sicherheit der Bevölkerung weiter zu erhöhen und für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein.

📷 © BFV-I/ F. Jäger
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