Kinder- und Jugendschutz bei der Feuerwehr: Fachvortrag für Jugendbetreuer und Funktionäre

Am 14. Oktober 2026 fand im Schulungsraum der Berufsfeuerwehr Innsbruck ein Fachvortrag zum Thema Kinder- und Jugendschutz sowie zum Jugendschutzkonzept bei der Feuerwehr statt. Über 60 Jugendbetreuer und Funktionäre aus den Bezirken Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land nahmen an der Veranstaltung teil.

Unter den Anwesenden waren der Bezirksfeuerwehrkommandant von Innsbruck-Land, Thomas Rainer, der Bezirksfeuerwehrkommandant von Innsbruck-Stadt, Helmut Plank, sowie der Branddirektor der Berufsfeuerwehr Innsbruck, Helmut Hager. Ebenfalls teilgenommen haben die Bezirksjugendsachgebietsleiter Klemens Schmid (Innsbruck-Land) und Josef Liebl (Innsbruck-Stadt) sowie Magdalena Bichler, Sachgebietsleiterin Feuerwehrjugend des Landesfeuerwehrverbandes Tirol.

Als Vortragender informierte Abteilungsinspektor Bernhard Painer von der Landespolizeidirektion über die vielfältigen Herausforderungen des Kinder- und Jugendschutzes. Dabei wurden sowohl allgemeine Aspekte als auch konkrete Situationen aus dem Feuerwehralltag behandelt.

Sensibilisierung für wichtige Themen der Jugendarbeit

Im Mittelpunkt des Vortrags standen unter anderem der Umgang mit Alkohol und Nikotin, Drogenmissbrauch, die Gefahren durch K.-o.-Tropfen sowie Mobbing und Cybermobbing. Auch die Nutzung sozialer Medien und die damit verbundenen Risiken wurden ausführlich thematisiert.

Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, mögliche Anzeichen zu erkennen, die im Rahmen der Jugendarbeit auf einen Unterstützungs- oder Handlungsbedarf bei Jugendlichen hindeuten können. Anhand konkreter Beispiele aus seinem Polizeialltag veranschaulichte Bernhard Painer verschiedene Situationen und zeigte auf, wie Jugendbetreuer angemessen darauf reagieren können. Darüber hinaus informierte er über Anlaufstellen und Möglichkeiten, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung und fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kinder- und Jugendschutz als gemeinsame Verantwortung

Die Feuerwehrjugend ist ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehr und bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Umso wichtiger ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und respektiert fühlen und frei von Gewalt und Grenzverletzungen aufwachsen können.

Um dies zu gewährleisten, wurde vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) im Juni 2026 das Kinder- und Jugendschutzkonzept veröffentlicht. Dieses wird von den Landesfeuerwehrverbänden mitgetragen und umgesetzt.

Der Fachvortrag leistete einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Jugendbetreuer und Funktionäre für dieses verantwortungsvolle Aufgabenfeld. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, mögliche Gefährdungen frühzeitig wahrzunehmen, angemessen zu handeln und bei Bedarf die notwendige Unterstützung zu organisieren.

Denn Kinder- und Jugendschutz ist eine gemeinsame Verantwortung – auch und gerade innerhalb der Feuerwehr.