Einsatzübungstag der Feuerwehren der Stadt Innsbruck

Am 03. Oktober 2026 fand der Bezirkseinsatzübungstag der Feuerwehren der Stadt Innsbruck statt. Insgesamt 11 Feuerwehren mit rund 100 Feuerwehrmitgliedern nahmen daran teil und stellten bei fünf unterschiedlichen Übungsszenarien ihr Können und ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis.

Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Feuerwehren gelegt. Jede Übung wurde von jeweils zwei Feuerwehren gemeinsam abgearbeitet. Dadurch konnten insgesamt 25 Übungsdurchgänge durchgeführt und unterschiedliche Einsatzsituationen gemeinsam trainiert werden.

Die Übungsszenarien waren bewusst vielseitig und stellten die Einsatzkräfte vor unterschiedliche Herausforderungen:

Bei einem Brandmeldealarm entwickelte sich die Lage zu einem Gefahrguteinsatz. Eine Person war mit einem Gefahrstoff kontaminiert und musste unter schwerem Atemschutz geborgen und anschließend entsprechend versorgt werden.

Ein weiteres Szenario stellte einen Brandmeldealarm mit mehreren verletzten Personen und starker Rauchentwicklung dar. Die eingesetzten Kräfte gingen unter Verwendung von Pressluftatmern zum Innenangriff vor. Neben der Menschenrettung galt es, den Brand zu bekämpfen und das Gebäude anschließend mittels Hochleistungslüfter vom Rauch zu befreien.

Bei einem Forstunfall mussten drei verletzte Personen versorgt werden. Eine Person war dabei unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Für die Befreiung kamen Hebekissen zum Einsatz, mit denen die Einsatzkräfte die Person möglichst schonend aus ihrer Zwangslage befreien konnten.

Ein besonders anspruchsvolles Szenario stellte ein Bauunfall dar. Ein Arbeiter war abgestürzt und dabei von mehreren Bewehrungsstäben durchbohrt worden. Die Einsatzkräfte mussten die Person unter schwierigen Bedingungen und mit größtmöglicher Sorgfalt aus ihrer Lage befreien. Hier standen insbesondere eine schonende Rettung sowie die enge Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte im Mittelpunkt.

Als fünfte Übung galt es, eine Person aus einem Liftschacht zu retten, die unter der Liftkabine eingeschlossen war. Auch hier war ein koordiniertes Vorgehen erforderlich, um die eingeschlossene Person sicher und möglichst schonend zu befreien.

Ein weiterer Bestandteil des Übungstages war der Aufbau und die Inbetriebnahme der mobilen Lageführung. Damit konnten auch die Abläufe im Bereich der Einsatzführung und Koordination bei größeren bzw. umfangreicheren Einsatzlagen praktisch trainiert werden.

Neben der Abarbeitung der einzelnen Einsatzszenarien stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Zusammenarbeit der Feuerwehren weiter zu stärken und gemeinsame Abläufe zu trainieren. Gerade bei größeren Schadenslagen ist ein reibungsloses Zusammenspiel verschiedener Feuerwehren entscheidend.

Der Bezirkseinsatzübungstag bot dafür eine hervorragende Möglichkeit. Die zahlreichen Einsatzkräfte konnten unter realitätsnahen Bedingungen verschiedene Einsatzbilder trainieren, Erfahrungen austauschen und die Zusammenarbeit über die Grenzen der eigenen Feuerwehr hinaus festigen. Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren, den Übungsorganisatoren sowie allen, die zum Gelingen dieses intensiven und abwechslungsreichen Übungstages beigetragen haben.