Letzte Bezirksausbildung vor der Sommerpause
Die letzte Bezirksausbildung vor der Sommerpause bot den Führungskräften der Feuerwehren des Bezirks die Gelegenheit zum Kennenlernen, fachlichen Austausch und zur Vertiefung ihres Wissens über verschiedene Sonderdienste und Spezialgeräte. An drei Stationen auf dem Gelände des städtischen Bauhofs sowie in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Reichenau präsentierten die Mitglieder der Stützpunktfeuerwehren ihre Ausrüstung und deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Technische Ortung



Den Auftakt machte die Spezialeinheit „Technische Ortung“ der Feuerwehr Mühlau. Diese ist in ihrer Form Tirol-weit einzigartig und verfügt über umfangreiche Ausrüstung zur Suche nach verschütteten Personen, zur Erkundung von Hohlräumen sowie zur sensorgestützten Überwachung einsturzgefährdeter Bauwerke.
Zum Einsatz kommen unter anderem Such- und Inspektionskameras, Laserscanner zur Bewegungsdetektion, akustische Ortungssysteme sowie Geräte zur Schaffung erster Zugänge zu verschütteten Personen. Erst wenige Tage zuvor erhielt die Einheit im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages eine hochmoderne Trümmerkamera, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstmals vorgestellt wurde.
HUB-Fahrzeug


An der zweiten Station stand das HUB-Fahrzeug (Heben und Bewegen) der Feuerwehr Mühlau im Mittelpunkt. Der Teleskoplader mit umfangreichem Zubehör wird über die Leitstelle Tirol alarmiert und von speziell ausgebildeten Einsatzkräften besetzt. Für längere Transportwege steht ein eigener LKW-Anhänger zur Verfügung.
Bereits bei der Beschaffung wurde auf eine möglichst kompakte Bauweise geachtet. Mit einer Höhe von rund 1,9 Metern kann das Fahrzeug auch in Tiefgaragen eingesetzt werden. Je nach Einsatzlage stehen unterschiedliche Anbaugeräte wie Palettengabel, Schaufel mit Niederhalter oder Arbeitskorb zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch diverses Zubehör, beispielsweise Rangierhilfen zur Manipulation von Fahrzeugen sowie spezielle Schutzausrüstung für die Mannschaft.
Das HUB-Fahrzeug hat sich bereits bei zahlreichen Einsätzen bewährt, darunter Brände in Tiefgaragen oder Einsätze nach Verkehrs- und Umweltereignissen.
Drohnenstützpunkt Innsbruck



Als dritte Sondereinheit präsentierte sich der Drohnenstützpunkt Innsbruck. Als einer von drei Drohnenstützpunkten Tirols werden bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck sowie den Freiwilligen Feuerwehren Arzl und Amras mehrere Drohnensysteme betrieben.
Die Flotte reicht von kompakten DJI-Mini-Drohnen zur raschen Lageerkundung über DJI-Mavic-Drohnen mit Wärmebildtechnik bis hin zur leistungsstarken DJI M300 mit unterschiedlichen Kameramodulen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Bei unklaren Rauchentwicklungen oder schwer zugänglichen Einsatzstellen liefern Drohnen innerhalb kürzester Zeit wertvolle Lagebilder. Bei Großbränden – etwa in Seefeld im vergangenen April oder nördlich von Innsbruck Ende des vergangenen Jahres – unterstützten Wärmebildaufnahmen die Einsatzleitung bei der Lagebeurteilung und der gezielten Steuerung der Löschmaßnahmen. Darüber hinaus war die Berufsfeuerwehr Innsbruck erst vor wenigen Wochen mit der DJI M300 Teil eines österreichweit einzigartigen Feldversuchs zur Strahlenspürung mittels Drohnen in Absam.
Nach rund zwei Stunden spannender Präsentationen und intensivem fachlichem Austausch lud der Bezirksfeuerwehrverband die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum kameradschaftlichen Ausklang in die Kantine der Feuerwehr Reichenau ein.
Ein besonderer Dank gilt allen Frauen und Männern, die sich das ganze Jahr über mit Spezialthemen beschäftigen, die Sonderdienste kontinuierlich weiterentwickeln und ihr Wissen sowie ihre Erfahrungen mit großem Engagement an ihre Kameradinnen und Kameraden weitergeben.
📸 Bilder: © BFV-I/M. Dworschak
